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ttyd - Terminalserver Dämon

Terminalserver flexibel nutzen

Client ...

Drucker, Messgeräte, Anzeigeeinheiten, Datenfunk: noch heute werden viele Geräte über eine serielle oder parallele Schnittstelle direkt an einen Rechner angeschlossen.

Warum installieren Sie diese Geräte nicht einfach im Netzwerk?

... Server

Schliessen Sie Ihr Endgerät an einen Terminalserver an, starten Sie unseren Terminalserver-Dämon und Ihre Anwendung merkt noch nicht einmal, dass Daten übers Netz transportiert werden.

Praxis

Im Wareneingang einer großen Spedition sollten die Barcodes der ankommenden Sendungen mit Funkscannern ausgelesen werden. Die Datenströme mehrerer Funkterminals werden von einer Basisstation empfangen, gebündelt und über eine serielle Schnittstelle an die Versandabwicklung auf dem Unix-Host übertragen.

Die Basisstation mit ihrer Antenne muss im Sende- und Empfangsbereich der Funkterminals stehen. Wegen der Datenübertragung über einen seriellen Anschluss ist aber auch die Entfernung zum Zentralrechner beschränkt.

Die Lösung? Die Strecke zwischen Rechner und Lager wird mit Ethernet überbrückt. Im Lager wird ein Terminalserver installiert, an den ausser der Basisstation noch weitere Endgeräte angeschlossen werden können, z.B. Drucker.

Unser Terminalserver Dämon ttyd baut über den Terminalserver die Verbindung zur Basisstation auf und stellt der Anwendung ein Pseudoterminal bereit. Die Endanwendung arbeitet weiterhin mit einer seriellen Schnittstelle. Für den Transport der Daten zum Terminalserver und zur Basisstation sorgt ttyd – schnell, effizient, ressourcenschonend.

In einem anderen Einsatzfall hat ttyd seine Echtzeitfähigkeit bewiesen: der Steuerrechner für ein Hochregallager ist mehrere hundert Meter vom Einsatzort entfernt. Die Verbindung zur unterlagerten Steuerung wird über Ethernet, Terminalserver und ttyd als Schnittstellenprogramm hergestellt. Das Kommunikationsprotokoll zwischen der Zentrale und der unterlagerten Steuerung ist sehr zeitkritisch.

ttyd überträgt den Datenverkehr in beiden Richtungen problemlos im Rahmen der engen Zeittoleranzen des Steuerungsprotokolls.

Und so geht′s

Mit dem Terminalserver-Dämon ttyd können normale Anwendungen die Schnittstellen von Terminalservern auch für ausgehende Verbindungen nutzen. ttyd baut eine TCP/IP-Verbindung zu einem beliebigen Port eines Terminalservers auf und stellt auf der Host-Seite ein Pseudoterminal bereit. Hostanwendungen greifen auf dieses Pseudoterminal wie auf eine normale Geräteschnittstelle zu.

ttyd läuft als echter Dämon im Hintergrund. Der Speicherbedarf ist minimal; solange keine Daten zu übertragen sind, wird keine Rechenzeit verbraucht.

ttyd sucht beim Start ein freies Pseudoterminal und gibt dessen Name auf Standardausgabe aus. Optional legt ttyd einen hard- oder soft-link an, so dass eine Anwendung immer den gleichen Gerätenamen ansprechen kann.

Die Zugriffsrechte des Pseudoterminals, die Schnittstellenparameter, der Name der Protokolldatei, Vorder- oder Hintergrundverarbeitung - diese und weitere Parameter lassen sich beim Programmstart auf der Kommandozeile festlegen.

Verfügbarkeit

ttyd läuft auf vielen Unix-Varianten, ob System V oder BSD. Wir garantieren die Portierbarkeit auf alle Unix-Systeme, die Sockets und Pseudoterminals unterstützen. Fragen Sie uns nach der aktuellen Verfügbarkeit.

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